skip to Main Content

SAP-ImplementierungDie SAP-Implementierung ist der Prozess, bei dem die Bestandteile einer SAP-Umgebung – Software, Anforderungen, Geschäftsziele, Infrastruktur usw. – zu einer funktionierenden Lösung zusammengestellt werden, die die Anforderungen des Unternehmens erfüllt. Im Großen und Ganzen gibt es drei Arten von SAP-Implementierungen. Dazu gehören Basisinstallationen, Upgrades und Migration (z. B. von lokal in die Cloud).

Eine SAP-Implementierung ist mehr als eine persönliche Softwareinstallation oder gar die Bereitstellung eines speziellen Unternehmens-Softwarepakets wie eines E-Mail-Servers. Sie umfasst eine komplexe Geschäftsprozessanalyse und hängt von miteinander verbundenen Anwendungen ab. Jedes Implementierungsprojekt ist maßgeschneidert, um ein bestimmtes Unternehmen zu unterstützen, mit seinen eigenen einzigartigen Prozess-, Daten-, Anwendungspaletten- und Leistungsanforderungen.

  • Installationen, z. B. die Installation eines neuen Produkts wie SAP S/4 HANA. Eine Installation ist nicht nur für SAP-Neukunden. Bestehende Kunden müssen möglicherweise in bestimmten Situationen eine völlig neue SAP-Umgebung installieren. Dies ist normalerweise der Fall, wenn der Kunde eine weitreichend angepasste oder plattformübergreifende Architektur hat. Es ist einfacher, ein neues System von Grund auf zu erstellen. Eine neue SAP-Installation bietet Freiheit. Sie kann ein großer Vorteil für Unternehmen sein, die mit SAP HANA agile, hochskalierbare Systeme erstellen möchten.
  • Migrationen, z. B. das Verschieben eines SAP-Produkts von einer Hosting-Umgebung in eine andere – oder von einer Datenbank oder einem Betriebssystem in ein anderes. Bei diesen Projekten handelt es sich in der Regel um mehrphasige Projekte, die ziemlich komplex sind. Die Herausforderung besteht darin, das Testen und Anpassen mit der Kostenkontrolle in Einklang zu bringen und Risiken und Störungen zu minimieren.
  • Upgrades, z. B. ein Implementierungsprojekt, das eine SAP-Instanz auf eine neue Version erweitert. Es kann sich um ein Erweiterungspaket oder eine neue Funktion handeln. Diese Projekte können auch kompliziert sein und viele bewegliche Komponenten umfassen. Sie erfordern sorgfältige Planung, Erprobung und Optimierung.

Dabei steht viel auf dem Spiel. Es ist wichtig, die Dinge beim ersten Mal oder zumindest früh im Implementierungszyklus richtig zu machen. Ihr Unternehmen ist auf eine solide SAP-Implementierung angewiesen. Wenn das Projekt fehlschlägt, ist dies ein äußerst kostspieliges Problem. Die Konsequenzen einer nicht normgemäßen SAP-Implementierung umfassen Leistungsverzögerungen, Systemausfälle und Korrekturprojekte.

SAP-Implementierungsmethodik

Die Standard-SAP-Implementierungsmethode, bekannt als Accelerated SAP (ASAP-Methode), gilt für vollständige Umgebungsimplementierungen sowie Upgrades und Migrationen. Obwohl es jetzt durch SAP Activate ersetzt wird (siehe unten), lohnt es sich immer noch zu verstehen, wie ASAP funktioniert. ASAP besteht aus fünf grundlegenden Schritten: Projektvorbereitung, Business Blueprint, Umsetzung, abschließende Vorbereitung und Go-Live-Support.

  • Projektvorbereitung – Festlegung von Zielen, Prioritäten und Umfang. Vorbereitung bedeutet auch, Stakeholder-Unterstützung zu gewinnen und Ressourcen abzurufen.
  • Business Blueprinting – Definition der Geschäftsprozesse, auf die Ihre SAP-Umgebung eingehen muss. Das Team muss die Geschäftslogik Ihres Unternehmens verstehen, die durch die SAP-Lösung umgesetzt werden soll.
  • Umsetzung – Verwenden Sie den Business Blueprint, um die SAP-Umgebung zu erstellen, zu testen und zu verfeinern. Die technischen Teams und technischen Partner wie Symmetry übernehmen in dieser Phase den Hauptanteil der Arbeit
  • Abschließende Vorbereitung – Vorbereitung auf die Migration und Inbetriebnahme, einschließlich Datenmigration und Belastungstest des Systems.
  • Go-Live-Support – plangemäße Umstellung des Unternehmens auf die neue SAP-Umgebung.

SAP-Implementierungsprojektplan und -phasen

Die technische Implementierung von SAP ist ein iterativer Prozess. Das funktionale Team, das die Stakeholder des Unternehmens umfasst, definiert den Umfang des Projekts. Dann übernimmt das technische Team die dominierende Rolle. Eine voll funktionsfähige SAP-Umgebung entsteht in 7 Phasen. Diese überschneiden sich mit den Schritten „Umsetzung“ und „Abschließende Vorbereitung“ der Implementierungsmethodik:

  1. Vor-Ort-Einführung, bei der das technische Team das Projekt mit wichtigen Stakeholdern überprüft, um sicherzustellen, dass wichtige Partner und Integrationen (z. B. mit Banksystemen) berücksichtigt werden.
  2. Einrichtung des Datenzentrums und des Netzwerks, bei dem die lokale Infrastruktur bereitgestellt und konfiguriert wird, einschließlich Disaster Recovery (DR), falls erforderlich.
  3. Allgemeine SAP-Aktivitäten oder weitere Vorbereitungen, um sich auf die Implementierung vorzubereiten (z. B. Herunterladen von Software für SAP usw.).
  4. Sandbox-Migration. Dies beinhaltet eine schrittweise Migration der SAP-Umgebung zur Vorbereitung der abschließenden Produktionsmigration.
  5. Entwicklungsmigration. Beseitigung der in der vorherigen Phase festgestellten Probleme.
  6. Qualitätssicherungsmigration oder Vorlauf eines Produktionslaufs vor der Produktion.
  7. Produktionsmigration: Migration der SAP-Umgebung und Inbetriebnahme.

Leitfaden

Bei umfangreicheren Implementierungen empfehlen wir unseren Kunden, einen übergeordneten Projektleitfaden zu schreiben. Dieses Dokument, das nicht sehr lang sein muss, gibt allen Stakeholdern einen Überblick über die Ziele und den Zeitplan des Projekts. Darin wird festgelegt, was die neue SAP-Umgebung erreichen soll und wie die Implementierung erfolgt. Es ist ratsam, Stakeholder über von ihnen erwartete Ergebnisse zu informieren. Beispielsweise ist der Leitfaden gut geeignet, um zukünftige Projektprüfungen in den Kalender aufzunehmen, sodass alle Beteiligten davon Kenntnis erhalten und Zeit dafür einplanen können.

SAP-Lebenszyklus

Die heute frisch implementierte SAP-Umgebung wird das Thema der morgigen „End-of-Life“-Diskussion (EOL) werden. Es gibt einen unvermeidlichen SAP-Lebenszyklus, angefangen bei der Erstellung neuer Umgebungen über Management und Wartung bis hin zu Updates und der Ausmusterung. Das ist normal. Die beste Vorgehensweise ist, den Lebenszyklus vorwegzunehmen. Das Geschäft, sein Prozess und seine Logik werden sich unvermeidlich ändern. Die SAP-Palette wird sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Es ist ratsam, mit einem Partner zusammenzuarbeiten, der herausfinden kann, wo aktuelle Umsetzungsentscheidungen Auswirkungen auf zukünftige Sachverhalte des Lebenszyklus haben können. Zum Beispiel sollte der Entwurf des Datenschemas in SAP HANA mit zukünftigen Änderungen der Datenverwaltungsanforderungen abgeglichen werden.

Zeitrahmen

Wie lange dauert eine SAP-Implementierung? Es gibt keine feststehende Antwort. Natürlich dauern komplexere Projekte länger, auch wenn diese in angemessener Weise beschleunigt werden können. Der richtige Partner kann dabei helfen, einen funktionsfähigen Zeitplan zu erstellen. SAP ist jedoch keine Technologie auf Knopfdruck. Es wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Eine hilfreiche Übung besteht darin, den vorgeschlagenen Zeitplan mit bekannten (oder vertraulichen, aber wichtigen) Ereignissen wie einer Fusion oder Übernahme zu vergleichen. Auf diese Weise können Sie, wenn sich die Anforderungen während des Prozesses ändern oder wenn es zu einer Verzögerung kommt, dies im Voraus durcharbeiten, anstatt davon überrascht zu werden.

Was ist SAP Activate und warum ist es wichtig?

SAP Activate ist eine neue Implementierungsmethode für S/4 HANA. Sie kombiniert SAP Best Practices, Methodology und SAP Guided Configuration mit einer Referenzlösung. Das Ziel von Activate besteht darin, dass Sie ein Modul schnell und intelligent erstellen können und dann S/4 HANA auf einer einfachen Basis ausführen können. Es ist ein Nachfolger von ASAP und SAP Launch. Es besteht aus drei Hauptelementen:

  • SAP Best Practices – Die Grundlage für SAP S/4 HANA enthält vollständige Einstellungen für die Konfiguration.
  • Guided Configuration – eine Reihe von Tools, Assets und Beschleunigern für die Implementierung von S/4 HANA.
  • One Methodology – für jede S/4 HANA-Implementierung.

Zusammenarbeit mit einem SAP-Partner

Suchen Sie jemanden, dem Sie Ihre SAP-Umgebung anvertrauen können. Ihr Managed-Services-Anbieter kann sich als wichtiger Faktor bei Ihrer SAP-Implementierung herausstellen. Die Rolle des Anbieters geht über die technische Unterstützung hinaus. Idealerweise sind sie ein Partner während des gesamten Projektprozesses, beginnend mit der Planung. Sie bringen alle Stakeholder zusammen und erarbeiten einen Implementierungsansatz, der geschäftliche und technische Einschränkungen mit dem Budget in Einklang bringt.

 

Dave Hall, Director of Professional Services

Dave Hall is the Director of Professional Services at Symmetry where he is responsible for on-boarding and managing many of Symmetry’s key and most complex Clients. Dave has been in the information technology business for over 30 years - managing teams responsible for everything from international systems implementations, SAP data center migrations and Basis managed services. Dave leverages his diverse experience to provide superior customer service to Symmetry Clients from the initial on-boarding process through ongoing steady state managed services.